Bio

Fahrstuhl zum Schafott – von Louis Malle. Paris. Jeanne Moreau irrt durch die Nacht … Regen … körniges Schwarz/Weiß. … dann … setzt diese Musik von Miles Davis ein.

Ich war 16 und lebte in Koblenz. Wollte vielleicht Physik studieren oder was mit … Nach diesem Film wollte ich Filmmusik schreiben. Und Jazz spielen.

Das habe ich dann gemacht, ein Kontrabass Studium an der besten Musikhochschule des Landes. Sofort war ich ausgebucht: Hochschul Big Band, Junge Deutsche Philharmonie, … Plötzlich kam Kurt Edelhagen und wollte einen Youngster wie mich für seine Band. Und Friedrich Gulda. Ich spielte mit Sagmeister und Küttner – zwei ebenso Wahnsinnigen – im Trio und das Goethe Institut schickte uns um die halbe Welt.

Aber, … ich wollte ja auch komponieren….

Ein unglaublicher Zufall, … eine WG Mitbewohnerin machte Design für den WDR. Nicht next floor, sondern next Zimmer! Und ich könnte Musik dazu schreiben. Das habe ich dann gemacht. Hunderte von Jingles, Vertonungen, Dokus, ….

Aber, … ich wollte ja auch Jazz spielen …

Manfred Schoof – mein Hochschul Professor – wollte mich in seiner Band. Und empfahl mich weiter an Klaus Doldinger. Andauernd war ich jetzt in München. Und spielte mit PASSPORT. Und Brian Auger. Und Art Farmer, Billy Cobham, Alphonse Mouzon…. Mit Alex Schlippenbach stand ich plötzlich in der Carnegie Hall auf der Bühne.

Aber, … Fahrstuhl zum Schafott … ich wollte ja auch Filmmusik schreiben. Nicht nur Doldinger und Schoof’s Soundtracks im Studio einspielen. Soviel Spaß das auch machte ….

Das war in Köln schwierig. Also ging ich ganz nach München, …. und schrieb gleich drei Filme für Jo Baier. Und Konrad Sabrautzky. Und Xaver Schwarzenberger, Olaf Kreinsen, Caroline Link, …. mit der ich 1996 zur Oscar Verleihung fuhr. Unser Film Jenseits der Stille war nominiert. Den Oscar bekamen wir aber erst ein paar Jahre später für Nirgendwo in Afrika. Da sind wir aber nicht nach Hollywood gefahren….

Für fast 200 Spielfilme Musik zu schreiben geht nicht, wenn man gleichzeitig als Musiker noch heftig tourt.

Die alten Kollegen rieten: „Wer schreibt, der bleibt!“

Also konzentrierte ich mich auf das Komponieren. Außerdem war es an der Zeit, eine Familie zu gründen. Schwierig für Musiker, machbar für Urheber.

Seitdem wohne ich in Schlehdorf, direkt an den Bergen. Und bin als Ausgleich zum rein hirn-zentrierten Komponieren aktives Mitglied der Bergwacht

Vom Musikschreiben zum Drehbuchschreiben war kein großer Sprung. Ebenso wenig vom Dirigieren zum Regieführen. 2010 bekam ich zwei Filmpreise in den USA – aber 2014 sagt mir ein ZDF Redakteur, dass ich zum Regieführen zu alt wäre…..

Merkwürdig ….  Ich dachte, mit 59 käme ich langsam in die Zielgruppe dieses Senders….

Seitdem spiele ich wieder Konzerte. Mit eigenem Repertoire. Und schreibe Filmmusik. Und wurde in den Aufsichtsrat der GEMA gewählt. 

Weil …. Fahrstuhl zum Schafott … ich will ja Jazz spielen. Und Filmmusik schreiben.

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